33pt. Eskapade - Beiträge zur Typografie
dritter und vierter April 2009
an der Fachhochschule Dortmund

  • Symposium
  • Programm
  • Referenten
    • Autobahn
    • Phil Baines
    • Jos Buivenga
    • David Crow
    • Siggi Eggertsson
    • Sven Ehmann
    • Falk Haberkorn
    • Martin Majoor
    • R. Meek / F. Müller
    • Typeradio
    • Sven Voelker
    • von B und C
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  • Autobahn


    • weitere Informationen:
      autobahn.nl
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      Evergreen, Freshfonts, FC Autobahn oder Tapewriter heißen die experimentellen Schriften des niederländischen Designbüros Autobahn, welches von Maarten Dullemeijer, Rob Stolte und Jeroen Breen nach ihrem Studium an der Hogeschool voor de Kunsten in Utrecht 2005 gegründet wurde. Seitdem arbeiten sie zusammen an ungewöhnlicher Typografie, bei der sie den Computer gern links liegen lassen und sich unkonventioneller Zutaten wie Ketchup oder Zahnpasta bedienen. Der Arbeitsprozess und das Experiment stehen bei dem Trio an erster Stelle, das sich von dem Kultfilm The Big Lebowski zu ihrem Firmennamen hat inspirieren lassen.

  • Phil Baines


    • weitere Informationen:
      Public lettering
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      Phil Baines ist Grafik Designer, Professor für Typografie, Kurator und Dozent am berühmten Central Saint Martin’s College of Art & Design in London. Nach seiner ursprünglichen Ausbildung zum katholischen Priester entschied er sich, das Berufsfeld zu wechseln und studierte Design an der St Martin’s School of Art und am Royal College of Art. Für Nevil Brody’s FUSE PROJECT entwickelte Baines die Fonts FF You Can Read Me und Vere Dignum. In seinem Buch Penguin by Design: A Cover Story untersuchte er die Entwicklung des Cover-Designs der berühmten britischen Penguin Books. Für seine Studenten hat Phil Baines mit dem Public Lettering Walk eine typografische Stadtführung durch London entwickelt und begleitend mit Catherine Dixon das Buch Signs: Lettering in the Environment veröffentlicht.

  • Jos Buivenga


    • weitere Informationen:
      exljbris.nl

      Jos Buivenga ist ein etwas anderer Typograf. 1984 begann er sein Studium an der Academy of Arts Arnhem. Seine erste Schrift, die Delicious entwarf er 1994. Diese wurde dann nur zwei Jahre später veröffentlicht. Seitdem fesselt ihn das Schriftengestalten.

      Hauptberuflich arbeitet er in einer Werbeagentur als Art Director. Neben dem Beruf entwirft er mit Begeisterung weiterhin Schriften und bietet diese zum kostenlosen Download unter anderem auf myfonts.com an. Dies revolutionierte das Geschäft mit den Schriften. Selten zuvor wurden so präzise gestaltete Schriften kostenlos im Internet angeboten. Lediglich einige Schnitte seiner typografischen Werke sind kostenpflichtig. Seine bekanntesten Schriften sind die Anivers, Delicious und die Museo.

  • David Crow


    • weitere Informationen:
      artdes.mmu.ac.uk
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      David Crow ist Leiter des Fachbereichs Design der Manchester Metropolitan University. In den frühen 90er Jahren machte er seinen Master in Kommunikationsdesign an der MMU, mit dem er sich auf inoffizielle visuelle Sprachsysteme spezialisierte. Seine praktische Erfahrung sammelte er in London bei verschiedenen Projekten, darunter Bücher, Broschüren und Verpackungen. Als Senior Designer bei Island Records war er verantwortlich für die Art Direction und Produktion und leitete die Werbekampagnen für eine Vielzahl von Künstlern. Zu seinen Kunden als Freelancer gehörten unter anderem Sony UK und USA, Virgin Records und die Royal Shakespeare Company.

      1993 wurde er als Professor für Grafik Design an der Universität von Salford berufen, wo er an der Konzeption eines neuen und innovativen Studienganges mitarbeitete. Dies war ein entscheidender Schritt für Salford. 1995 wurde er zum Head of Graphic Arts der Liverpool John Moores Universität ernannt.

      Professor Crows Forschungsgebiet ist die experimentelle Typografie. Zu seinen praktischen Arbeiten gehören verschiedene Projekte mit Schwerpunkt Animationen, CD-Roms, interaktive und nicht-lineare Arbeiten. Er konzipierte Ausstellungen in Korea, Israel, den USA und Europa.

      Sein erstes Buch, Visible Sings (Zeichen), erschienen 2003 (deutsche Erstauflage 2005), ist eine Einführung in die Semiotik für Grafik Designer und richtet sich hauptsächlich an Studenten. Seine Arbeiten werden in einer Vielzahl von Grafikdesign-Publikationen veröffentlicht. Seine Arbeit erschien in den letzten Ausgaben von The Typographic Experiment von Teal Triggs und No More Rules – Graphic Design and Postmodernism von Rick Poynor.

  • Siggi Eggertsson


    • weitere Informationen:
      vanillusaft.com

      Siggi Eggertsson wurde in Akureyri, einem kleinen Städtchen an der Nordküste Islands geboren. Mit 14 Jahren begann er sich für Grafikdesign zu interessieren und gestaltete Plakate für lokale Jazzkonzerte und Ausstellungen. Als er 18 war, ging er nach Reykjavik, um dort Grafikdesign an der Iceland Academy of Arts zu studieren. In seinem ersten Jahr dort arbeitete er für und mit seinem Typografieprofessor Atli Hilmarsson. Dort entwickelte Siggi seinen eigenen Stil als Designer und Schriftengestalter, aber vor allem als Illustrator. 2005 zog er für ein Praktikum bei Karlssonwilker nach New York, um danach für ein Auslandssemester an die Kunsthochschule Berlin-Weissensee zu gehen. Nach seinem Abschluss 2006 an der Iceland Academy of Arts, zog es ihn Anfang 2007 nach London, wo er bei Big Active unter Vertrag genommen wurde und Publikationen unter anderem in der Dazed and Confused und der New York Times hatte. Weiterhin arbeitete er für H&M, Stüssy, Nike und verschiedene Musikprojekte.

  • Sven Ehmann


    • weitere Informationen:
      gestalten.com
      etc-publications.com
      onlab.ch
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      Sven Ehmann, 1973 in Berlin geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Fotografen und studierte Nordamerikastudien, Filmwissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Nach einer Zeit als Konzepter für neue Medien bei Agenturen wie Pixelpark und Metadesign arbeitet er jetzt als freier Kreativdirektor, Konzepter und Publizist an Publikationen (meist mit dem Gestalten Verlag und onlab) und Ausstellungen (u.a. Fragiles mit dem Gestalten Verlag, BASF-Besucherzentrum mit flying saucer, sneakers etc). Außerdem betreibt er die unabhängige Verlagsplattform etc publications.

      Projektauswahl: seit 2001 Herausgeber von Büchern wie Dataflow (2008), Tangible (2009), Tactile (2007), CrEATe (2008) oder Let’s play (2008) im Gestalten Verlag. Konzeption und Kreativdirektion für das Redesign des italienischen Architekturmagazins domus mit onlab; Konzeption für Redesign von Website und Magazin der Kulturstiftung der Länder mit Stan Hema; Konzeption Besucherzentrum der BASF mit flying saucer; Co-Kurator der Ausstellung Fragiles in Miami, Kortrijk und Kuwait mit dem Gestalten Verlag; Herausgeber verschiedener Publikationen (u.a. Local Studies - Joel Tettamanti, Peace etc, Genoa etc, Swiss etc) in der eigenen Edition etc publications. Regelmässig Vorträge und Workshops zu Medienkonzeption, Visual Culture und Storytelling.

  • Falk Haberkorn


    • weitere Informationen:
      Marion Ermer Stiftung
      Klemms Berlin
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      Falk Haberkorn lebt und arbeitet in Leipzig. 1993 beginnt er sein Studium Russistik/Bohemistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, widmet sich jedoch 1995 dem Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Dort macht er 2002 sein Diplom bei Prof. Timm Rautert und 2006 seinen Abschluss als Meisterschüler. Falk Haberkorn hat an zahlreichen Gruppenausstellungen in deutschen Kunstvereinen und internationalen Galerien teilgenommen.

      Neben seinen fotografischen Arbeiten beschäftigt sich Haberkorn mit der Grenze zwischen Bild und Sprache. Seine Arbeiten sind im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr performativ angelegt.

  • Martin Majoor


    • weitere Informationen:
      Martin Majoor

      Martin Majoor vereint in seiner Arbeit die Traditionen des klassischen Schrifthandwerks mit der schnellen Entwicklung der heutigen Technik und kann als Pionier der digitalen Schriftgestaltung bezeichnet werden. Seine enorm erfolgreiche Schrift Scala hatte als eine der ersten Mac-Schriften sowohl Mediävalziffern, als auch Kapitälchen oder Ligaturen. Die zunächst für das Muziekcentrum Vredenburg gedachte Schrift kam unter dem Namen FF Scala 1991 als erste Textschrift bei der neu gegründeten FontFont-Bibliothek raus. Eine Vorreiterrolle spielte er auch, als FontShop International 2004 seine FF Nexus als ersten OpenType-Font auf den Markt brachte. Neben der Gestaltung von Schriften und Büchern lehrt Martin Majoor Schriftgestaltung in Warschau.

  • Rob Meek und Frank Müller


    • weitere Informationen:
      robmeek.com
      meekfm.org
      fontstruct.fontshop.com

      Rob Meek und Frank Müller entwickelten gemeinsam den MeekFM für die TypoBerlin 2007. Ursprünglich startete Rob Meek das Projekt als M.E.E.K. typographic synthesizer schon im Jahr 2000. Der MeekFM ist eine Symbiose aus Schrift und Sound. Der Designer oder Musiker hat die Möglichkeit Buchstaben auditiv darzustellen und durch Veränderung des Duktus oder der Schriftart Klänge zu erzeugen. So werden aus Buchstaben Instrumente und Schriften werden hörbar.

      Rob Meek ist ein Designer und Programmierer aus Berlin. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören wohl das Onlineprogramm FontStruct und der Typo-Synthesizer MeekFM. FontStruct ermöglicht Gestaltern mit vorgegebenen geometrischen Figuren, Schriften in einem Rastersystem zu kreieren und diese dann in einer Community mit anderen Benutzern zu teilen. So können auch Designer relativ einfach Schriften vom Pixelfont bis zu komplexen Headlineschriften erstellen, ohne sich damit zuvor intensiv beschäftigt zu haben.



      weitere Informationen:
      unitedstatesofdesign.com
      everybodyalltogether.com

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      Frank Müller stammt aus Berlin. Er ist Designer, Musiker und Typograf und arbeitet hauptsächlich für die Interactive Media Branche. Nach einer Festanstellung bei aperto und den argonauten, arbeitet er seit 2007 als Freelancer unter anderem für Adidas, Sony, Coca-Cola und Mozilla. Er hat ein Freelancernetzwerk mit dem Namen EAT (Everybody All Together) ins Leben gerufen und mit Rob Meek hat er den MeekFM weiterentwickelt. Er sagt über sich er liebe Experimente.

  • Typeradio


    • weitere Informationen:
      typeradio.org

      Schrift und Typografie ist Sprache auf Papier. Typeradio ist Sprechen über Schrift. Typeradio ist ein MicroFM Sender, ein MP3 Radiostream, eine Podcast Station und eine Show. Gegründet wurde es 2004 von Donald Beekman und Liza Enebeis als LoveLiza & Underware, ein Studio für Grafikdesign, das sich auf den Entwurf und die Produktion von Schriften spezialisiert hat.

      Donald Beekman studierte an der Rietveld Academy in Amsterdam Graphic und Audiovisual Design. 1984 gründete er [DBXL], ein Studio für Musik und Grafische Gestaltung. Die meisten Beekman Fonts stammen aus Entwürfen für Logos oder Illustrationen für seine Kunden und sind bei Fontshop, die Gestalten, Cape-Arcona und Vette Letters erhältlich.

      Liza Enebeis als LoveLiza, ist Grafik Designerin und lebt in Den Haag. Sie arbeitet mit dem Design collective Barlock aus den Niederlanden und Belgien zusammen und gestaltet verschiedene Projekte im Berreich Identity, Editorial und Interactive Design.

      Zusammen besuchen sie Design-Veranstaltungen in aller Welt, begegnen und sprechen mit Gestaltern. Sie sprechen nicht nur über Schrift, Laufweiten und Design - ihre Interviews suchen die Eskapade: "Schummelst du?" - "Wie viele illegale Fonts hast du?" - "Bist du berühmt?"

  • Sven Voelker


    • weitere Informationen:
      svenvoelkerstudio.com
      svenvoelker.com

      Der gebürtige Coesfelder, wohnhaft in Berlin, lehrt an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe – ist dort Professor und Leiter des Fachbereichs für Kommunikationsdesign.

      Was Ihn auszeichnet ist seine Motivation, Millionen von Menschen zu erreichen. Gelingen sollte ihm das mit dem mutigen Entschluss sich bei Suzuki Europe im Alter von 30 Jahren als Ein-Mann-Unternehmen aus Berlin für einen Corporate-Design Auftrag zu bewerben – mittlerweile arbeitet er sogar an dem Erscheinungsbild für Suzuki International.

  • von B und C


    • weitere Informationen:
      von-b-und-c.net
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      Das spannende Thema der Datenvisualisierung fasziniert Barbara Hahn und Christine Zimmermann seit ihrem Studium. 2008 wurde ihre Diplomarbeit Von B und C verlegt. In dieser Arbeit haben Sie verschiedene Datenzusammenhänge über ihr eigenes Arbeitsverhalten erhoben und in einer innovativen und spannenden Art dargestellt. Langweilige Balkendiagramme waren gestern, B und C geben der Informationsgestaltung ein neues und zeitgemäßes Gesicht. Aus dem Erfolg ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit haben sie sich 2008 entschlossen ihr eigenes Büro zu gründen. Seit 2007 arbeiten B und C darüber hinaus als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der Hochschule der Künste Bern. Dort beschäftigen sie sich mit Forschungsprojekten im Bereich Knowledge Visualization.